Taxi Teheran | Jafar Panahi | Nasrin Sotudeh | Kritik

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“Übrigens, diese Rose ist ein Gruß an die Filmleute, für sie leg ich sie dahin, weil sie ganz wunderbare Menschen sind” * Nasrin Sotudeh *

Der iranische Regisseur Jafar Panahi wurde wegen “Propaganda gegen das System” zu einem 20-jährigen Berufsverbot verurteilt. Eine großartige Idee ist es von ihm, als Taxifahrer in ein Taxi zu steigen, um die Fahrgäste über den Iran, die Gesetze und die Einschränkung des geistigen und freien Schaffens sprechen zu lassen. Als Zuschauer schlüpft man direkt in die Dashcam, welche sich im Taxi auf dem Armaturenbrett befindet. (more…)

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Zurich – Die getäuschte Frau | Wende Snijders | Sacha Polak | Kritik

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Ein Gepard sitzt auf einer gewöhnlichen Landstraße, im Focus eine in schwarz gekleidete Frau, welche mit ihrem roten Kleinwagen in einem Flusslauf gelandet ist. Mit dieser intensiven Szene eröffnet die niederländische Regisseurin ihr atemberaubendes Meisterwerk ‘Zurich’ (‘Die getäuschte Frau’). (more…)

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LOTTE | Karin Hanczewski | Julius Schultheiß | BlitzKritik

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Der großartige, liebevolle und auch kantige Debütfilm LOTTE, vom Regisseur Julius Schultheiß, welcher privat und per Crowdfunding finanziert wurde zeigt, mit welcher filterlosen und großartigen Nähe man das Leben direkt in das Herz des Zuschauers projizieren kann.

Als die Tränen gekullert sind am Ende, hatten sich Karin Hanczewski und Zita Aretz längst im eigenen Herzen installiert. Wie ein Roadmovie in der eigenen Seele, umarmt man dieses Werk. Die letzte Szene ist von solch einer großartigen Stärke und Kraft. Wenn die NEUE DEUTSCHE KINO FAMILIE einen Film raushaut, ist da immer sehr viel Liebe drin. Vielen Dank an DARLING BERLIN 😀 (more…)

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POSSESSION (1981) | Isabelle Adjani | Andrzej Żuławski

Eine Liebeserklärung an die Leinwand

“Andrzej Żuławskis filmische Tour-de-force lässt sich kaum in Worte fassen: Isabelle Adjani, die ekstatisch und wie besessen bis zur völligen körperlichen Erschöpfung spielt…”, schreibt BILDSTÖRUNG. POSSESSION (1981) ist ein radikaler, penetrierender Rausch, über Jahrzehnte gedacht eines der Diamanten von Arthouse-Werken; ein göttlicher Hammerschlag von Film aus der Leinwand. Sobald dieses Werk in die eigene Seele eindringt, sich der eigene Körper im Tanz der Tränen und Überwältigung verformt, bleibt einem fast der Atem stehen. Kino, mitten in Berlin vor dem Mauerfall, wie es intensiver nicht sein könnte. Was Isabelle Adjani hier überwältigendes leistet, es ist wirklich nicht in Worte zu fassen. Dringliche Sehemfehlung! (more…)

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HUMAN – DIE MENSCHHEIT | Yann Arthus-Bertrand | BlitzKritik

“Da ist nicht die Natur auf der einen Seite und der Mensch auf der anderen Seite. Wir sind Teil der Natur. Der Mensch ist immer präsent in meinen Landschaftsaufnahmen, auch wenn niemand zu sehen ist.” (Yann Arthus-Bertrand)

Der Blick in die Augen der Menschheit, die Gesichter dieser Welt, ein Spiegelbild des (noch) wunderschönen Planeten Erde! Eigentlich ist der Mensch nur ein Gast auf diesem Planeten! Der Regisseur Yann Arthus-Bertrand (HOME) hat mit seinem Werk HUMAN ein zutiefst bewegendes und überwältigendes Meisterwerk komponiert. (more…)

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MAHANA – EINE MAORI-SAGA | Nancy Brunning | Lee Tamahori | BlitzKritik

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„Die Wahrheit ist, dass Männer für das kämpfen, was sie haben wollen. Das haben sie schon immer gemacht und das werden sie auch immer weiter tun.”

Das Meisterwerk WALE RIDER hat die Seele der Māori tief im Herzen füllbar gemacht, was der herausragenden Keisha Castle-Hughes, Vicky Haughton (als Großmutter) und Rawiri Paratene (als Großvater) zu verdanken ist. Basierend auf Witi Ihimaeras (WHALE RIDER) autobiografischem Roman ‘Bulibasha: King of the Gypsies’ inszeniert Lee Tamahori die Familiensaga MAHANA – EINE MAORI-SAGA vor der atemberaubenden Landschaft Neuseelands. (more…)

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ANHEDONIA – NARZISSMUS ALS NARKOSE | Patrick Siegfried Zimmer | BlitzKritik

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Seltsam, im Nebel zu wandern

ANHEDONIA – NARZISSMUS ALS NARKOSE, was ein Werk! „Seltsam, im Nebel zu wandern!“ – ich liebe Hermann Hesse. Vor Freude laut quiekend habe ich mich im Schlamm der Worte gesuhlt und mich als Mensch wiedergefunden. Der deutsche Regisseur Patrick Siegfried Zimmer hat es mehr als gut gemacht; am liebsten würde man ihn mit Lob beschimpfen – nach dem Anschauen bitte! (more…)

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DER NACHTMAHR | Carolyn Genzkow | AKIZ | BlitzKritik

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Wie ein pulsierendes Möbiusband

AKIZ sehr persönliches Kunstwerk DER NACHTMAHR habe ich wie einen wertvollen Schatz seiner seelenlosen Verpackung befreit, ihn aufgeregt in den Arm genommen. Mit welcher Liebe und Ausdauer AKIZ seinen Nachtmahr in den letzen 16 Jahren zum Leben erweckt hat, verdient höchsten Respekt und meine Hochachtung aus tiefstem Herzen. (more…)

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LA ISLA MÍNIMA – MÖRDERLAND | Alberto Rodríguez | Kritik

Ein Meisterwerk von höchstem Karat

Zwei Jahre hat es gedauert, bis der meisterhafte Thriller LA ISLA MÍNIMA des spanischen Regisseurs Alberto Rodríguez es endlich in die deutschen Kinos schaffte. Jetzt ist er auch auf Blu-Ray verfügbar. Ausgezeichnet wurde dieses Werk, neben vielen Festivalpreisen unteranderem mit 10 Goya-Preisen für Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Javier Gutiérrez), Bestes Originaldrehbuch, Kostüme, Schnitt, Filmmusik, Szenenbild und sechs weitere Nominierungen. (more…)

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AGNES | Odine Johne | Johannes Schmid | BlitzKritik

Brennender Schnee

Der deutsche Regisseur Johannes Schmid hat mich gestern mit seinem Meisterwerk AGNES komplett überwältigt. Es ist unbeschreiblich, großartig mit welcher Aura Odine Johne ihre Rolle als Agnes verkörpert. Gestern blickte ich danach lange in den Sternenhimmel, als wollte ich das Schwarz zwischen den leuchtenden Sternen erforschen und verstehen. Der Gedankenraum, welcher sich im eigenen Geist aufspannt nach diesem Werk, den eigenen Körper umgibt, ist von einer unbeschreiblichen und anhaltenden Intensität – wie brennender Schnee. Was ist Realität? Was ist Fiktion? (more…)

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KILL BILLY | Bjørn Sundquist | Gunnar Vikene | Kritik

Scheiß Ikea

Großes Lob verdient der norwegische Regisseur Gunnar Vikene dafür, wie er das Leben von Harold (Bjørn Sundquist) und seiner Frau Marny (Grethe Selius) inszeniert. Wir lernen die beiden ab ihrer Kindheit kennen, bis dieses scheiß Ikea ihr gesamtes Leben zerstört. (more…)

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WIENER DOG | Greta Gerwig | Danny DeVito | Todd Solondz | BlitzKritik

Was ein (Hunde)Leben

Wie ein bissiger, fliegender Teppich auf Beinen mit Inkontinenz fühlt sich dieses erfrischende Independent-Werk WIENER DOG über das Leben an. Darf man dabei lachen? Ja. Eine Komödie? Jein – mit berührendem Schmerz und Tränen. Todd Solondz komponiert als Underdog ein großartiges Werk für Underdogs. (more…)

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Madame Marguerite oder Die Kunst der schiefen Töne | Catherine Frot | Michel Fau | Kritik

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„Die Leute können vielleicht behaupten, dass ich nicht singen kann, aber niemand kann behaupten, dass ich nicht gesungen hätte.“ * Florence Foster Jenkins *

Das Leben der legendären Florence Foster Jenkins hat den Regisseur Xavier Giannoli zu diesem Werk inspiriert. Oft wurde sie verhöhnt, daß sie bei ihren Gesangsauftritten bei jedem Ton konsequent daneben liegt und wirklich kein Gespür für Rhythmus hat. Wir reden hier von Operngesang von Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Verdi und Richard Strauss. Ich selbst liebe klassische Musik und bin bestimmt im Stande, bei einem bekannten Werk auch nur eine leicht deplazierte Disharmonie zu hören und zu fühlen. Musik ist eine sehr komplexe Sprache, hier sollte es eine wunderbare (Lebens)Reise werden. (more…)

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SCHAU MICH NICHT SO AN | Uisenma Borchu | BlitzKritik

Energetisch. Virtuos. Radikal. Körperlich. Visionär. Meisterhaft.

Die Geschlechterrollen werden in Uisenma Borchus fulminantem Erstlingsfilm provokant in Frage gestellt. Fast möchte man nicht glauben, dass ihr großartiges Kunstwerk SCHAU MICH NICHT SO AN (nur) ein Abschlussfilm der Münchener Filmhochschule ist. Dieses Werk der mongolisch-deutschen Regisseurin Uisenma Borchus ist ein Rohdiamant. Ihre Energie und ihr selbstbewusstes Filmschaffen zeigt erneut, welches Potential in der Leinwand des NEUEN DEUTSCHEN KINO steckt.

Nach dem sehr starken Werk SCHAU MICH NICHT SO AN, dem Interview von Patrick Wellinski mit der mongolisch-deutschen Regisseurin Uisenma Borchu für DEUTSCHLANDRADIO KULTUR, fordere ich die sofortige Revolution der deutschen Kinoleinwand – am besten gestern! (more…)

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JUNGES LICHT | Adolf Winkelmann | BlitzKritik

Mit JUNGES LICHT hat Adolf Winkelmann eine durchaus beachtliche Innenansicht des Ruhrpotts der 60er erschaffen. Konsequent aus der Perspektive des 12-Jährigen Julian Collien (Oscar Brose – großartig besetzt) erzählt, zeigt er sexuelle Verwerfungen in von Kohle geschwängerter Luft, welche Winkelmann gerade so eben abfangen kann zum Ende – damit ist auch gut der Kritik, abgesehen von dem Hund Fackel. Winkelmann nimmt den kleinen rußschwarzen Untertagelöhner, diese Komposition des Lebens des einfachen Mannes und seiner Familie, ernst. Dafür verdient er ein Lob. (more…)

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